1.000 Euro an der Börse anlegen: Aber wie?

Sie haben 1.000 Euro gespart!

 

Sie möchten diese 1.000 Euro jetzt anlegen?

 

Sie haben bereit sich in die Börsen- und Investitionswelt zu stürzen?

 

Sie wissen sicher, dass im Schwimmbad bei einem Sprung von einem Zehnmeterturm ihre Badehose vom Wasser verschluckt werden könnte.

 

Das ist ein Risiko!

 

In der Welt der Aktien, Anleihen und ETFs gibt es auch Risiken.

 

Risiken, die Sie kennen sollten, bevor Sie mit dem Kopf nach vorne ins kalte Wasser springen.

 

Die Badehose finden Sie sicherlich rasch im Schwimmbecken wieder. Die Schnur werden Sie vor dem nächsten Sprung mit Sicherheit fester zuziehen.

 

Ob Sie an der Börse genauso schnell ihre eintausend Euro zurück bekommen, bezweifle ich.

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1.000 Euro anlegen

1.000 Euro anlegen

Für Anleger, die lediglich 1.000 Euro anlegen möchten:

  • ist nicht die Frage nach dem WAS relevant,
    (In was soll ich investieren? Was soll ich kaufen?)
  • sondern die Frage nach dem WIE entscheidend.
    (Wie soll ich das Investieren am besten angehen?)

 

In diesem Artikel zeigen wir ihnen, wie Sie die Rendite maximieren könnten, in dem Sie  einzig die Kosten minimieren.

Machen Sie sich mit den Kosten des Investierens vertraut, wenn Sie 1.000 Euro anlegen möchten

In Zeiten des Onlinebankings scheint die Angelegenheit für den unerfahrenen Anleger ein Klacks zu sein.

 

Alles, was ich tun muss, ist ein Depot zu eröffnen.

In etwa drei Tagen ist der Willkommensbrief in meinem Briefkasten.

Spätestens am nächsten Tag ist das Depot eingerichtet.

 

Einmal in die Hände geklatscht.

Es kann losgehen!

Was ihnen womöglich nicht bewusst ist, dass jedes Mal wenn Sie Wertpapiere ordern (kaufen), Kosten (Gebühren und Provisionen) anfallen.

 

Jede Transaktion kostet Sie Geld.

 

Mit begrenzten Mitteln (1.000 Euro) hämmern Gebühren und Provisionen eine wuchtige Delle in dein Budget.

 

Die Gebühren- und Provisionsstruktur der Depotanbieter reicht von 5 Euro bis 30 Euro pro Order. Plus Börsenentgelte, die nicht von den Depotanbietern erhoben werden.

1.000 Euro anlegen | Wertpapiersparplan

Bedenken Sie: Ein Wertpapierauftrag (Kauf) ist ein kostenpflichtiger Auftrag.

 

Sollten Sie überlegen:

  • die 1.000 Euro zu splitten und
  • jeweils für 200 Euro Aktien von fünf verschiedenen Unternehmen zu kaufen,
  • sind das fünf einzelne Aufträge,
  • die fünf Mal Kosten verursachen.

Wenn jeder Orderauftrag (Kauf) zehn Euro Gebühren verursacht, bezahlen Sie bereits 50 Euro an Kosten.

 

Das sind fünf Prozent, die Sie von ihren 1.000 Euro abgeben mussten.

 

Abgeben mussten, noch bevor Sie die Chance hatten nur einen einzigen Cent zu verdienen.

 

Ihnen bleiben auf einen Schlag nur noch 950 Euro zum Investieren übrig.

 

Würden Sie alle Aktien wiederum verkaufen, würden wiederum Gebühren anfallen.

 

Das sind weitere fünfzig Euro, die Sie als Verlust verbuchen könnten.

 

Das Hin und Her (Kauf und Verkauf) kostet Sie zehn Prozent ihrer ursprünglichen Einzahlung - ganze hundert Euro!

 

 

Tipp: Die Kosten eines Wertpapierkaufs und Wertpapierverkaufs sollten nicht mehr als ein Prozent der Investitionssumme betragen. Das ist zumindest ein Prozentsatz, welchen wir für angemessen empfinden.

 

Noch ein Tipp: Da Gebühren den Gewinn schmälern, sollte eine Order kaum unter eintausend Euro liegen, es sei denn Sie entscheiden sich für einen Wertpapiersparplan.

Aktiv gemanagte Investmentfonds und börsengehandelte Indexfonds (ETFs) kosten weiteres Geld

Wir raten: Eine Gebühr, die Sie unbedingt vermeiden sollten, falls Sie sich für einen aktiv gemanagten Investmentfonds entscheiden wollen, ist der Ausgabeaufschlag.

 

Ich spreche jetzt mal Tacheles: je höher der Ausgabeaufschlag, desto schlimmer für ihr Geld!

 

Ein Ausgabeaufschlag kann zwischen 1,5 und 5 Prozent betragen.

Dieser fällt jedes Mal an, wenn Sie Fondsanteile kaufen.

 

Sollten Sie auf die Idee kommen einen Investmentfonds mit einem Ausgabeaufschlag von fünf Prozent zu wählen, verringert sich ihre Investitionssumme, unabhängig der Ordergebühr, um weitere fünfzig Euro.

 

Auch völlig unabhängig davon, ob der Fonds es schafft diese fünfzig Euro wieder reinzuholen.

Das Geld ist weg!

 

Auch hier verlieren Sie fünf Prozent.

Noch bevor Sie die Chance hätten  je einen Cent zu verdienen.

 

Bei einem Fondskauf können die Ordergebühren geringer ausfallen, als bei einem Aktienkauf. Oder sogar ganz entfallen, wenn die Bank einen Rabatt gewährt. Trotzdem sollten Sie mit Gebühren rechnen.

 

Das ist nicht alles: Dazu fällt eine laufende Gebühr an. Sowohl bei aktiv gemanagten Investmentfonds als auch bei börsengehandelten Indexfonds (ETFs). Diese laufende Gebühr wird jährlich vom Fondsvermögen entzogen.

 

Dies ist jedoch ein Thema dieses Artikels:

Risiko mindern mit Diversifikation

Mit 1.000 Euro ist es fast unmöglich, ein gut diversifiziertes Portfolio zu erstellen.

 

Schon gar nicht mit Aktien.

Von Diversifikation kann hier keine Rede sein.

 

 

Erste Frage: Wie viele Aktien von verschiedenen Unternehmen könnten Sie für eintausend Euro kaufen?

 

Antwort: Nicht genug, um das Risiko ausreichend zu streuen.

 

 

Zweite Frage: Wie viele kostenpflichtige Aufträge mussten Sie aufgeben, um Aktien von mindestens zwei verschiedenen Unternehmen zu kaufen?

 

Antwort: Zwei kostenpflichtige Aufträge, die ihr Investitionsbudget nach unten drücken.

 

 

Hier sticht der große Vorteil von börsengehandelten Indexfonds (ETFs) heraus.

 

In der Regel investieren ETFs in eine große Anzahl von Aktien oder Anleihen. Hier wird stärker diversifiziert als bei einer Einzelaktie. Dazu fällt kein Ausgabeaufschlag an. Die Ordergebühr kann günstiger ausfallen, als bei einem Aktienkauf.

Nur ein kleiner Schritt in eine große Zukunft

Sie sehen: Es ist möglich auch mit einem eher kleinen Budget zu starten.

 

Sie haben die Wahl!

 

Entweder: Sie entscheiden sich für Aktien eines einzigen Unternehmens, mit dem Risiko einen Totalverlust erleiden zu können.

 

Oder: Sie entscheiden sich für einen ETF, welcher keinen Ausgabeaufschlag verlangt, weniger Ordergebühren kosten kann, und das Risiko eines Totalverlustes erheblich minimiert.

 

Das ist keine Aufforderung: Viele Wege führen nach Rom!

 

Gerade am Anfang und mit einem eher kleinen Budget sollte ihnen bewusst sein, dass Sie die Rendite nur steuern können, indem Sie die Kosten im Rahmen halten. Dazu das Risiko so breit wie möglich streuen.

 

Das ist viel komplizierter, als nur das "richtige Papier" auszuwählen.

Und die Moral der Geschicht

Machen Sie ihre Hausaufgaben, wenn Sie 1.000 Euro an der Börse anlegen möchten!

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