72er-Regel: Wann verdoppelt sich mein Kapital?

Die 72er-Regel!

 

Kann ziemlich genau die Frage beantworten, wann sich das eingesetzte Kapital zu einem bestimmten festen Zinssatz angelegt, exponentiell (immer schneller) verdoppelt.

 

Also zum welchen Zeitpunkt aus 10.000 Euro mit Zins und Zinseszins 20.000 Euro werden.

Depot Vergleich
Girokonto Vergleich

72er-Regel: ein Beispiel

Anlagebetrag: 10.000 Euro

Jährlicher fester Zinssatz 8 Prozent

 

Um herauszufinden wie lange es dauert, bis aus den 10.000 Euro zu acht Prozent jährlich an Zinsen 20.000 Euro werden, kann man einfach 72 durch acht teilen.

 

Ergebnis: neun Jahre

 

Rechnung: 72 / 8 = 9 Jahre

 

In diesem Beispiel verdoppelt sich das Kapital in neun Jahren.

 

Nun ist ein fester Zinssatz von jährlich acht Prozent nicht einfach zu erreichen.

Aus diesem Grund hier ein realitätsnäheres Beispiel.

72er-Regel: ein realitätsnahes Beispiel

Anlagebetrag: 10.000 Euro

Jährlicher fester Zinssatz 4 Prozent

 

Um herauszufinden in wie vielen Jahren mit Zins und Zinseszins sich die 10.000 Euro verdoppeln, kann hier 72 durch vier geteilt werden.

 

Rechnung: 72 / 4 = 18 Jahre

 

Ergebnis: 18 Jahre

 

Das ist ein deutlicher Unterschied.

Genauer gesagt braucht es hier die Hälfte weniger an Zeit.

 

Je höher also die jährliche Verzinsung, desto weniger Zeit benötigt das Kapital sich mit Zins und Zinseszins zu verdoppeln.

72er-Regel: Genauigkeit

Die 72er-Regel ist eine reine Faustformel!

 

Der errechnete Zeitraum oder Betrag sind eher überschlägige Rechnungen, welche jedoch als überaus genau betrachtet werden können.

Wozu das Ganze mit der 72er-Regel?

Mit der 72er-Regel kommen Sie schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.

 

Dazu bekommen Sie mit der 72er-Regel ein Gefühl für Kapitalanlagen.

 

Die 72er-Regel gehört zum Grundlagenwissen. Möglicherweise lässt sich aufbauendes FinanzWISSEN mit erlerntem Grundwissen leichter verdauen.

72er-Regel: Schaubild

72er-Regel

72er-Regel: Inflation

Anlagebetrag 10.000 Euro

Zinssatz auf dem Sparbuch 1,5 Prozent

Jährliche Inflationsrate 2 Prozent

 

10.000 Euro = 72 / 1,5 = 48 Jahre (Verdoppelung der 10.000 Euro in 48 Jahren)

 

Nach 48 Jahren liegen 20.000 Euro auf dem Sparbuch.

 

Allerdings haben diese 20.000 Euro nur noch eine reale Kaufkraft von ca. 15.870 Euro.

Die Differenz von ca. 4130 Euro wurde mit der Zeit durch die Inflation aufgefressen.

 

Dieses einfache Beispiel soll verdeutlichen, wie die Zinsen die höhere Inflationsrate nur teilweise ausgleichen.

 

Es wird von Jahr zu Jahr Geld verloren.

Ein nicht unerheblicher Teil des Ersparten wird verbrannt.

 

Nicht von dem Anleger.

Nicht von der Bank.

Sondern rein durch die natürlichen Mechanismen des Marktes.

 

Es ist daher sinnvoll: Das eingesetzte Kapital zu einem Zisnsatz anzulegen, welcher mindestens die Inflationsrate ausgleicht. Am besten über der Inflationsrate liegt.

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