Warum clevere Anleger mit Aktien nicht spielen und den Aktienempfehlungen nicht folgen

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Es herrscht Entscheidungsfreiheit und mindestens gibt es zwei Optionen: Entweder ist es die richtige oder die falsche Entscheidung.

 

Die falschen Entscheidungen treffen, kann negative Konsequenzen nach sich ziehen.

 

Möglicherweise hast Du gerade jetzt angefangen den Aktienmarkt und die Börse zu studieren?

 

Möglicherweise denkst Du gerade jetzt darüber nach, dein Geld am Kapitalmarkt anzulegen?

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Möglicherweise hast Du dich gerade jetzt entschlossen, finanziell "gute Entscheidungen" zu treffen, nachdem deine Finanzen und dein Anlageverhalten von "schlechten Entscheidungen" geprägt waren?

 

Und selbst wenn Du mit aller Kraft versuchst, eine vernünftige Richtung einzuschlagen ist die Versuchung groß jederzeit wieder umzudrehen.

 

Als Börsenneuling empfindest Du "gute Entscheidungen" oft als gut, wenn Du einer Aktienempfehlung gefolgt bist.

 

Doch Obacht, wenn der beste Freund, die beste Freundin, der Nachbar, ja vermeintlich jede Person oder eine Institution eine heiße Aktienempfehlung parat haben.

 

Und besonders Obacht und gesundes Misstrauen bei sogenannten Börsenbriefen. Ganz gleich, wie seriös die Anbieter auftreten und welche Referenzen und klugen Köpfe dahinterstehen.

 

Warum?

 

Weil Du in die Spielermentalität gezogen werden kannst.

Als tatsächlich das Ziel zu verfolgen, langfristig nach den allgemeingültigen und vernünftigen Gesetzen der Geldanlage Vermögen zu bilden.

90 Prozent des Börsenpublikums spielen mit Aktien

André Kostolany (Börsen- und Finanzexperte und als Spekulant auftretender Journalist, Schriftsteller und Entertainer mit ungarischer Herkunft) geht in seinem Buch "Der große Kostolany: Börsenseminar - Börsenpsychologie - Die besten Geldgeschichten" (*) scharf mit den sogenannten Spielern ins Gericht.

 

Obwohl er selbst mit allem gezockt hat, was die Börse zu seiner Zeit hergab, empfahl er den "Normalos" (wie Du und ich) Ruhe zu bewahren und einen langen Atem zu beweisen.

 

Von ihm stammt der Spruch: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten, und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“

 

Nach seiner Investmentphilosophie solle man nicht nur aufgrund von Intuition und Phantasie investieren.

Man solle sich inhaltlich sehr intensiv mit dem jeweiligen Investment auseinandersetzen und dieses Investment verstehen.

 

Und dann benötigt es eben doch noch die Phantasie, um sich eine spätere positive Entwicklung zum Beispiel einer bestimmten Aktie vorstellen zu können.

Kostolany stellt in seinem Buch die These auf: Die Börse ist von Spielern überschwemmt. Diese Spieler machen rund 90 Prozent des Börsenpublikums aus.

 

Der Spieler handelt nicht intellektuell, sondern emotionell.

Er schwimmt praktisch mit der Masse.

 

Der Spieler kauft, weil ihr Nachbar kauft, und dieser kauft wiederum, weil sein Nachbar kauft, und auch umgekehrt: Er verkauft, weil der Nachbar verkauft.

Der große Kostolany - Börsenseminar - Börsenpsychologie - Die besten Geldgeschichten

Der Spieler handelt kurzfristig und ist eher auf kleine Gewinne erpicht.

Er folgt dem Trieb und den Tipps.

Den Kauf- und Verkaufsempfehlungen.

Emotionen bestimmen sein Verhalten.

Er ist ein Spieler, glaubt aber ein Anleger zu sein.

90 Prozent der ganz heißen Tipps sind nichts Anderes als werblicher Natur oder sogar Manipulation

Kostolanys Einstellung zu den ganz heißen Aktien-Tipps ist sehr negativ.

 

Unter ganz heißen Aktien-Tipps versteht man wohl: "Die Aktie hat das Potenzial in den nächsten zwei Jahren eine Kurs-Verhundertfachung hinzulegen."

 

Sein Rat: Hände weg, weil 90 Prozent der heißen Tipps nichts anderes als werblicher Natur oder sogar Manipulation sind.

 

"Irgendeine Finanzgruppe, eine Gruppierung oder Geldinstitut versucht, dem Publikum gewisse Papiere anzudrehen, verbreitet durch die Presse, durch Mund-zu-Mund-Propaganda und durch immer höher manipulierte Kurse eine günstige Stimmung für das Papier, damit das Publikum anbeißt. Durch den Kauf steigen die Kurse weiter. Es kommen mehr und mehr Käufer dazu, denn: Nichts ist einfacher, als dem Publikum Papiere zu verkaufen, die laufend in die Höhe klettern.", aus dem Buch "Der große Kostolany: Börsenseminar - Börsenpsychologie - Die besten Geldgeschichten" (*)

Mit eigenem Kopf zum gewünschten Anlageergebnis

Um mit eigenem Kopf das gewünschte Anlageergebnis zu erreichen, benötigt es fundiertes Wissen um die Zusammenhänge am Kapitalmarkt zu verstehen.

 

Dazu braucht es den Willen zur Eigenverantwortlichkeit und möglicherweise unabhängiger Unterstützung.

 

Die ultimative Anleitung zum Erfolg gibt es nicht.

 

Eigenverantwortlichkeit, Aufklärung und Wissen ermöglichen dir eine möglichst gute Anlageentscheidung zu treffen, ohne eine Spielermenthalität an den Tag zu legen.

Lehren aus dem Buch des Börsengroßmeisters André Kostolany

  • Mit Aktien wird nicht gespielt.
  • Den Aktienempfehlungen wird nicht gefolgt.
  • Emotionen an der Börse sind fehl am Platz.
  • Langfristig Denken und Geduld an der Börse zahlen sich aus.
  • Kurzfristige Denke ist eine Spielermenthalität.

 

Das Buch ist mit vielen Anekdoten bestückt und amüsant geschrieben. Mit Geschichten aus dem echten Leben eines Börsengroßmeisters, die "gute Entscheidungen" begünstigen.

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