Geld langfristig an der Börse anlegen: Drei Grundregeln, die immer gelten

Drei Grundregeln: Elementar und gelten stets, wenn Sie Geld langfristig an der Börse anlegen möchten.

 

Ich möchte behaupten gelten ausnahmslos, wenn Sie langfristig erfolgreich mit Wertpapieren für die Rente sparen möchten.

 

Es sind drei Zutaten, die langfristigen Erfolg an der Börse zutage fördern:

  1. Langfristig denken
  2. Kosten sparen
  3. Risiko streuen

 

Das bedeutet im engeren Sinne:

  1. Lernen am besten in Jahrzehnten zu denken.
  2. Kosten so niedrig wie möglich halten.
  3. Risiko so breit wie möglich streuen.
Depot Vergleich
Girokonto Vergleich
Tagesgeld Vergleich

1. Langfristig denken


"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht."

 

Afrikanisches Sprichwort


Die Wörter "langfristig erfolgreich" haben Sie bereits mehrmals gelesen.

 

Denn wer kurzfristig an der Börse hantiert, legt sein Geld nicht an, sondern spekuliert damit.

 

Spekulation bedeutet: Die Volatilität des Marktes auszunutzen, um Kursgewinne aufgrund von Kursunterschieden und zeitlichen Kursveränderungen zu erzielen.

 

 

Nur ein Paradebeispiel, wie sich langfristiges Denken an der Börse auszahlt: 2174 Prozent machten BASF-Aktionäre binnen zwanzig Jahren gut, wenn sie Ausschüttungen regelmäßig wieder in BASF-Papiere gesteckt haben.

 

 

Gut: Die Vergangenheit lässt sich analysieren. Die Zukunft kann niemand vorhersagen.

 

Und klar: Mit Einzelaktien trägt der Anleger das volle Ausfallrisiko. Geht ein Unternehmen Pleite, ist das investierte Geld verloren.

 

Vernünftiger kann es daher sein, falls Sie sich mit Einzelaktien nicht wohlfühlen, einen börsengehandelten Indexfonds (ETF) ins Depot zu legen.

 

Mit ETFs holt sich der Anleger gleich ein Bündel aus Aktien einer ganzen Branche, eines Staates oder einer Region ins Depot.

 

Sicher ist: Der DAX hat in seiner fünfundzwanzig-jährigen Erfolgsgeschichte eine Durchschnittsrendite von 8,3 Prozent jährlich erwirtschaftet.

 

Sicher ist auch: Der Dow Jones hat seit 1980 einen jährlichen Gewinn von 9,9 Prozent erzielt.

 

Wertpapiere bieten langfristig über Jahrzehnte die besten Chancen auf Rendite.

2. Kosten sparen


"Es gibt Leute; die zahlen für Geld jeden Preis."

 

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph


Der Kaufmann sagt: Im Einkauf liegt der Gewinn.

 

Dazu weiß der findige Kaufmann: Hohe Kosten schmälern den Gewinn.

 

Folge für den Kaufmann: Wenn ich günstig einkaufe und meine Kosten senke, bedeutet das für mich mehr Gewinn.

 

Bei der Geldanlage ist es nicht viel anders: Hohe Kosten bedeuten weniger Rendite.

Was sind das für Kosten, die an der Rendite des Anlegers kratzen?

Depotanbieter

Auf der Seite der Depotanbieter sind das Kosten wie: Depotgrundgebühren, Ordergrundgebühren, Provisionen etc.

 

Zum Weiterlesen: Von Luxusdepots und teuren Girokonten! Leider kratzen Luxus und Teuer an der Rendite des Anlegers

Emittent

Auf der Seite der Emittenten sind das Kosten wie: Performance Fee, Ausgabeaufschläge, TER etc.

 

Zum Weiterlesen: Nichts ist umsonst - auch kein Fonds! Beim Fondskauf den Ausgabeaufschlag und die Total Expense Ratio (TER) nicht außer Acht lassen


Warum glaube ich nicht an Kosten bei der Geldanlage?

 

Weil, wie bereits erwähnt: Hohe Kosten an der Rendite des Anlegers kratzen.

 

Deswegen vertrete ich hier ganz klar die Meinung: Geizig sein! Geizhals spielen! Um jeden Cent kämpfen!

 

Wie Aldi, Lidl, Netto und Co.: Alles knallhart kalkuliert!

 

 

Es gibt das Argument: Hohe Kosten spielen keine Rolle, solange die Rendite stimmt.

 

Und tatsächlich:

  • Solange die Rendite dreißig Prozent beträgt,
  • die Kosten bei zwanzig Prozent liegen,
  • ist immer noch eine Rendite von zehn Prozent drin.

 

Soweit so gut.

In der Theorie.

Oder als Verkaufsargument.

 

Allerdings kann z.B. auf lange Sicht der aktive Fondsmanager im Regelfall den Markt nicht schlagen. Nur die Wenigsten schaffen eine Überperformance. Die Fondsrenditen liegen auf langfristiger Basis meist hinter den passiven Investments (ETFs).

 

Zum Weiterlesen: Investmentfonds vergleichen - Fondsmanager sind ihr (Ihr) Geld nicht wert

3. Risiko streuen


"Der Mensch sieht den Gewinn, nicht die Gefahr."

 

Aus China


Risikostreuung im Depot bedeutet verschiedene Risikoarten einzudämmen:

 

  • Einzelrisiko von Aktien,
  • Länderrisiken,
  • Branchenrisiken,
  • Klumpenrisiken,
  • Währungsrisiken etc.

Damit das Depot den Sturz von der Klippe überlebt (Krisen, Kriege, Katastrophen). Sich aufrappelt und wieder die Klippe emporklettert.

 

Das geht, wenn der Anleger:

  • die Risiken kennt,
  • Anlagen geschickt kombiniert.

 

Das tägliche Geschrei an der Börse und das kurzfristige Auf und Ab der Kurse kann der langfristig orientierte Anleger dann außer Acht lassen.

 

Verwandter Artikel: Wie funktioniert Risikostreuung?

Fazit

Wenn Sie an der Börse langfristig erfolgreich Geld anlegen oder für die Rente sparen möchten, sollten Sie drei Grundregeln verinnerlichen.

 

Drei Grundregeln, die immer gelten:

  1. Lernen langfristig zu denken. Zehn Jahre. Zwanzig Jahre. Am besten dreißig Jahre.
  2. Dazu das Risiko im Depot streuen. Über verschiedene Branchen, Länder, Kontinente und Währungen.
  3. Vor allem jedoch ein knallhartes Kostenmanagement betreiben. Sie möchten sich reich machen. Nicht die Finanzbranche.

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