Von Dividende bis Dividendenaristokraten: Fragen und Antworten

Die Dividende!

 

Oft unterschätzt!

Spielt sie bei der Geldanlage eine bedeutende Rolle.

 

Laut diversen Studien macht die Dividende rund ein Drittel der Gesamtperformance aus. Einige Studien rechnen sogar mit etwa fünfzig Prozent.

 

Fakt ist: Beteiligt ein Unternehmen ihre Aktionäre mit einer angemessenen Dividende, deutet das auf Profitabilität des Unternehmens hin.

 

Nicht zu unterschätzen ist auch: Der psychologische Aspekt der Dividende.

 

Dividenden motivieren.

Motivieren zum Weitermachen.

Weitermachen und Vermögen aufbauen.

 

Nicht zu vergessen: Der Zinseszins!

 

Welcher greift, wenn der Anleger die Dividende wieder anlegt.

Depot Vergleich
Girokonto Vergleich
Tagesgeld Vergleich
Börsenseminar

Zu oft wird der Zinseszinseffekt, die nach Einstein "größte Erfindung des menschlichen Geistes" unterschätzt.

 

Der Zinseszins kann einen Schuldner in den völligen Ruin treiben und einen Privatanleger wohlhabend machen.

 

Nicht zuletzt kann eine üppige Dividende eine nette Zusatzeinkunft bedeuten.

 

Und nicht zuletzt lässt sich mit der Dividende das beste Alter oder das ganze Leben finanziell versüßen.

Inhalt dieses Artikels

  • Was ist eine Dividende?
  • Muss ich für eine Dividende Aktien kaufen?
  • Dividende bei ausschüttenden und thesaurierenden ETFs (auch Fonds)
  • Was ist eine Stockdividende?
  • Was ist eine Naturaldividende?
  • Was ist eine Vorzugsdividende?
  • Wie berechnet man die Dividendenrendite (Formel und Rechenbeispiel)
  • Was ist eine Ausschüttungsquote?
  • Wer ist ein sog. Dividendenaristokrat und warum weisen diese Werte langfristig nachweislich eine bessere Entwicklung auf?
  • Passives Einkommen mit Dividende?

Was ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Anteil eines Aktionärs am Gewinn des Unternehmens, an dem er über seine Aktien beteiligt ist.

 

Die Dividende wird üblicherweise in Form einer Bardividende mittels eines Kupons direkt an den Aktionär ausgeschüttet.

 

Dem Giro- oder Verrechnungskonto gutgeschrieben.

Dividende

Muss ich für eine Dividende Aktien kaufen?

Ja!

 

Allerdings: Auch bestimmte ETFs oder Fonds zahlen eine Dividende.

 

Diese Konstrukte vereinen lediglich mehrere Aktien oder etwaige Wertpapiere in einem Bündel.

 

Nicht zu vergessen Anleihen oder auch REITs.

 

Verwandter Beitrag: 15 ausschüttende Dividenden-ETFs

Dividende bei ausschüttenden und thesaurierenden ETFs (auch Fonds)

Grundsätzlich schütten alle angebotenen ETFs aus.

 

Erst im zweiten Schritt wird in thesaurierende und ausschüttende ETFs unterschieden.

 

Hier ist nicht die Höhe der Erträge maßgebend, sondern lediglich die Art und Weise wie die Erträge verwendet werden.

 

Handelt es sich um einen thesaurierenden ETF, werden die Erträge nach der Ausschüttung sofort in den gleichen ETF angelegt. Sie werden thesauriert. Der Eigenwert des ETFs erhöht sich.

 

Handelt es sich um einen ausschüttenden ETF, werden die Erträge direkt dem Giro- oder Verrechnungskonto des Anteilseigners gutgeschrieben.

ETF ausschüttend
ETF thesaurierend

Was ist eine Stockdividende?

Eine ausländische Gesellschaft (häufig Niederlande oder USA) kann ihren Aktionären die Möglichkeit einräumen, die Dividende als sog. Stockdividende zu beziehen.

 

Die Stockdividende wird auch als Stockaktie (umgangssprachlich Bonus-, Zusatz- oder Gratisaktie) bezeichnet.

 

Mit der Stockdividende werden zusätzliche Aktien ohne Gegenleistung erworben.

Stockdividende

Vor der Ausschüttung hat der Aktionär die Möglichkeit zu wählen.

 

Zwischen Bargeld (Bardividende) oder zusätzlichen Aktien ohne Gegenleistung (Stockdividende).

 

Die Zuteilung erfolgt im Verhältnis des derzeitigen Aktienbesitzes.

 

Möchte der Aktionär eine Stockdividende in Anspruch nehmen, muss er dies durch seine Weisung bis zum festgelegten Zeitpunkt erbitten.

 

Ohne seine Weisung wird die Dividende in bar vergütet (Bardividende).

 

Bei der Stockdividende wird bestehendes Kapital- oder Gewinnrücklagen in zusätzliches Grundkapital umgewandelt.

 

Es handelt sich hier um einen steuerpflichtigen Kapitalertrag. Somit unterliegt die Stockdividende, wie die herkömmliche Dividende (Bardividende) in vollem Umfang der Kapitalertragssteuer.

Was ist eine Naturaldividende?

Es gibt sie, die Naturaldividende!

 

Nicht in Form von Bargeld (Bardividende) oder Aktien (Stockdividende), sondern in Form von Essen, Getränken, Gutscheinen, Freikarten etc.

 

Oft wird die Naturaldividende eher als Verpflegung und Unterhaltung auf der Hauptversammlung verstanden.

 

Nach dem Motto "Nur ein satter Aktionär ist ein glücklicher Aktionär" bieten einige Unternehmen ein üppiges Buffet und eine reiche Auswahl an Getränken.

 

So habe ich gelesen:

  • Ford liefert neben einem üppigen Buffet eine Autoshow dazu.
  • Walmart soll ein Konzert mit prominenten Gästen veranstaltet haben.
  • Beiersdorf verteilt Körbchen mit Niveaprodukten.
  • Lindt und Sprüngli verschenkt jeweils eine Schachtel Pralinen.

Was ist eine Vorzugsdividende?

Grundsätzlich gibt es vier Aktienarten:

  • Stammaktien,
  • Inhaberaktien,
  • Namensaktien,
  • Vorzugsaktien.

 

Mit Vorzugsaktien haben Aktionäre keine Stimmrechte auf der Hauptversammlung.

 

Zumindest nicht in Deutschland.

 

Aktionäre, die mit Vorzugsaktien keine Stimmrechte haben, können eine Vorzugsdividende erhalten.

 

Bedeutet: Aktionäre mit Vorzugsaktien werden bei der Ausschüttung bevorzugt behandelt, z.B. höhere Dividende. Oder nur sie bekommen eine Dividende ausgeschüttet.

Wie berechnet man die Dividendenrendite (Formel und Rechenbeispiel)

Dividendenrendite

Was ist eine Ausschüttungsquote?

Ein Unternehmen hat im letzten Jahr eine Million Euro Gewinn erwirtschaftet.

 

Legt das Unternehmen fest, dreihunderttausend Euro von der einen Million an die Aktionäre auszuschütten, bedeutet das eine Ausschüttungsquote von dreißig Prozent.

 

Bei der Ausschüttungsquote handelt es sich um den prozentualen Anteil der ausgeschütteten Dividende am Unternehmensgewinn.

 

Ein Unternehmen kann eine beliebige Ausschüttungsquote festlegen:

  • zehn Prozent,
  • vierzig Prozent,
  • oder auch hundert Prozent, sodass der ganze Unternehmensgewinn den Aktionären zugesprochen wird.

 

Anleger-Tipp: Unternehmen, die ihren sämtlichen Gewinn an die Anleger ausschütten, können nicht investieren. Keine neuen Märkte erschließen.

 

Das kann sich als Wettbewerbsnachteil entpuppen. Dadurch das zukünftige Umsatz- und Gewinnwachstum unterbinden.

 

Ausschüttungsquoten von dreißig bis fünfzig Prozent gelten als gesund.

 

Vorsicht: Wie bereits erwähnt, können hohe Ausschüttungsquoten auf lange Sicht gefährlich sein. Unternehmen können sich eine hohe Ausschüttungsquote nur dann leisten, wenn sie auf einem Berg von Geld sitzen und aktuell keine Verwendung für dieses Geld haben.

Wer ist ein sog. Dividendenaristokrat und warum weisen diese Werte langfristig nachweislich eine bessere Entwicklung auf?

Der Adel unter den Dividendenwerten.

 

Der Begriff "Dividendenaristokrat" ist nicht eindeutig definiert.

 

Üblicherweise verfügen diese Werte über ein solides Geschäftsmodell, welches sich über Jahrzehnte am Markt behaupten konnte.

 

Meistens sind diese Geschäftsmodelle konjunkturunabhängig. Gewinne können auch in Krisenzeiten problemlos erwirtschaftet werden.

 

Dividendenaristokraten gelten als solide Investments.

 

Dazu als verlässliche Dividendenzahler mit einer aktionärsfreundlichen Kultur.

 

Dividendenaristokraten:

  • haben den Dividendenfluss seit ihrer ersten Dividendenzahlung mindestens zehn Jahre nicht unterbrochen,
  • steigern jedes Jahr ihre Dividende,
  • oder halten ihre Dividende mindestens stabil (auch in Krisenzeiten).

(Annahme)

 

Bekannte Dividendenaristokraten: General Electric, Procter & Gamble und Colgate-Palmolive.

 

Alle drei Konzerne zahlen seit über hundert Jahren ununterbrochen eine Dividende an die Anleger aus.

 

Bekannte Dividendenaristokraten aus Deutschland: Fielmann, Henkel und SAP.

 

In den USA gibt es den S&P High Yield Dividend Aristocrats Index. Dieser Index enthält 81 Unternehmen des S&P Composite 1500 Index mit der höchsten Dividendenrendite, die jedes Jahr in einem Zeitraum von mindestens zwanzig aufeinanderfolgenden Jahren ihre Dividende erhöht haben.

 

Einige ETF-Anbieter setzen auf das Nachbilden dieses Index und investieren in erster Linie in Wertpapiere des Index.

 

In Deutschland gibt es keinen vergleichbaren (Aristokraten-)Index.

Hierzulande existieren solche Dividendenaristokraten nicht.

 

Lars von "finanziell umdenken" hat ein High Yield/Dividend (Muster-)Depot mit dem Ziel einer hohen Ausschüttung bei gleichzeitigem Kapitalerhalt aufgebaut.

Passives Einkommen mit Dividende?

Selbstverständlich ist passives Einkommen mit Dividende möglich, meiner Meinung nach.

 

Bereits mit dem ersten Investieren Euro z.B. in einen Dividendenaristokraten oder einen Dividenden-ETF wird ein Rückfluss an Geld generiert.

 

"Ich habe einen echten Vermögenswert gekauft!"

 

Mit der ausgeschütteten Dividende kann ich die Stromrechnung oder den Urlaub bezahlen.

 

Allgemein gefällt mir die Idee mit erarbeiteten und gesparten Geld echte Vermögenswerte zu kaufen, die regelmäßig einen Rückfluss an Geld erzeugen.

 

Möglicherweise erbte Sabine 150.000 Euro von der Oma und hat einfach keinen Bock mehr acht Stunden am Tag Haare zu schneiden.

 

Möglicherweise denkt Sabine: Anstatt verprassen besser klug investieren und nur noch vier Stunden am Tag Haare schneiden.

 

Das geht!

 

"Die Geissens" machens jede Woche vor.

Nur eben in ihren Dimensionen.

 

Bedenken sollte Sabine, dass bei Verbrauch ihrer Zinsen und Dividende kein Zinseszinseffekt greift.

 

Zum Zinseszinseffekt habe ich ein Video mit Dirk Müller gefunden, der es treffend beschreibt.

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