Die Deutsche Post als Dividende-Zusteller

Die Deutsche Post möchte ab 2014 ihre Preise für einige Standardbriefe erhöhen. Der Versand eines Standardbriefes (bis 20 Gramm) soll dann runde 60 Cent kosten.

 

Schlecht für den Verbraucher!

Gut für den Aktionär!

 

Falls die Post noch kein Motiv für die 60 Cent Briefmarke parat hat - hier eine Inspiration! Ich würde mich freuen! :D


Vor langer Zeit habe ich einen Andreas kennenlernen dürfen. Damals einen angehenden Studenten aus Leipzig!

 

Ich kann mich noch scharf erinnern, wie der Kerl eines Tages erwähnte, dass sein Vater Aktien der Deutschen Post im Depot hält.

 

Das war 2005!

 

Damals hatte ich keine Ahnung von der Börse und fand das ganze Theater eher  einschläfernd.

 

Aktien - und dann noch von der Post? Wie langweilig!

 

Jetzt, wo ich mich sehr für die Börse interessiere, finde ich diese Aktie plötzlich überhaupt nicht mehr langweilig.

 

Gerne möchte ich die Deutsche Post Aktie unter Dividendengesichtspunkten etwas näher unter die Lupe nehmen.

Deutsche Post Aktie - Chart von 2001 bis 2014

Post Chart

Quelle: comdirect.de*

Wenn ich mir den Chart der Deutschen Post-Aktie anschaue und an die Aussage von Andreas zurückdenke, sehe ich einen stabilen Dividendenzahler.

 

Dazu eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals des Vaters von Andreas, solange er seine Deutsche Post-Aktien in der Börsenkrise 2003 (Irakkrieg) gekauft hat.

 

Aber auch wenn er seine Aktien 2001, 2002, 2004 oder 2005 gekauft, oder auch 2006 oder 2007 Anteile nachgekauft hätte, hätte er trotz Finanzkrise und 11. September kein Geld verloren.

 

Jedoch nur dann, wenn er seine Aktien nicht verkauft und bis heute im Depot schlummern gelassen hat.

 

Zur Erinnerung: Die Aktie ist eine langfristige Geldanlage! 10 Jahre, 20 Jahre - am besten 30 Jahre!

 

Krisenzeiten wären sogar gute Gelegenheiten, neue Anteile günstig nachzukaufen.

 

Anmerkung: So bitter Kriege, Krisen, Terroranschläge etc. sind, so bieten solche furchtbaren Ereignisse gute Gelegenheiten, um günstig an der Börse auf Einkaufstour zu gehen. So unsensibel meine Aussage jetzt auch ist.

Deutsche Post und Dividende

Dividenden Post

Quelle: http://www.dpdhl.com/de/investoren/aktie/dividende.html

Das solide Geschäftsmodell der Deutschen Post versteht jedes Kind.

Es ist das Briefe und Pakete ausliefern - seit Jahrzehnten!


Ein Standardwert (Blue Chip) für Privatanleger, die ihr Geld langfristig anlegen wollen, sofern sie sich für Aktien entscheiden.

Laut dpdhl.com mit einer ansehnlichen Dividendenrendite von aktuell 4,2 % (2013).


Sicherlich gibt es bessere Dividendenzahler. Doch wegen des soliden Geschäftsmodells und der ansehnlichen Dividende, möchte ich die Post als Beimischung unbedingt in meinem Depot haben.


Klar, vergangene Daten und Zahlen sind keine verlässlichen Indikatoren für die weitere Entwicklung eines Unternehmens.

Und trotzdem, das Geschäft ist einfach und funktioniert seit Jahrzehnten tadellos.


So begünstigen auch die Portoerhöhung und der boomende Online-Handel meine Entscheidung.


Die Post ist übrigens ein großer Profiteur des Online-Handels.

2012 hat der Konzern mit dem Paketversand 2,04 MRD Euro umgesetzt.


Die Entscheidung steht - ich will die Deutsche Post in mein Depot - allerdings nicht jetzt und nicht zu diesem Kurs!

Post-Aktie und DAX-Index

Post Chart
Deutsche Post Aktie (2001 - 2013)
DAX-Indiz
DAX-Index (2001 - 2013)

Quelle: comdirect.de*

Wenn ich den Post-Chart mit dem DAX-Chart vergleiche, so erkenne ich, dass die Post-Aktie mit dem DAX-Index fällt und steigt.


Meine einfache Schlussfolgerung ist:


  • fällt der DAX-Index - fällt die Post-Aktie,
  • steigt der DAX-Index - steigt die Post-Aktie.

 

Ganz einfach!

Keep it simple (and stupid)!


Der DAX steht im Moment bei über 9000 Punkten und wird in der nächsten Zeit möglicherweise die 10.000er Marke erreichen.


Andererseits, kommt möglicherweise ein Absturz. Niemand weiß das so genau!


Mit einem Absturz des DAX werde ich versuchen, so viele Anteile wie möglich zu erwerben.


Sollte ich die Aktie zu einem ansprechenden Kurs in mein Depot hauen können, dann unter dem Gesichtspunkt, diese höchstwahrscheinlich nie wieder zu verkaufen.


Bis dahin heißt es: Extra Cash für die Post bei Seite schaffen. Feiern gehen. Abwarten und Tee trinken.

Interessante Artikelempfehlung zum Schluss

In der f.a.z lese ich gerne die Artikelserie: Denkfehler, die uns Geld kosten.

 

In der Artikelserie 9 wurde über ein Experiment berichtet, welches mit Affen durchgeführt wurde.

 

In diesem Experiment sollte der Affe namens "Adam Monk" Aktien auswählen, die dann gekauft wurden. Die meisten Jahre hat Adam Monk den Dow Jones Index geschlagen. Damit lag er weit über dem Durchschnitt aller hochbezahlten Wertpapierberater.

 

Nicht immer ist der bestinformierte Anleger auch der erfolgreichste.

Auch Ahnungslose können gewinnen.

Genau das zeigen solche Experimente.

 

Wenn ich ehrlich sein darf, dann bin ich selbst verdammt ahnungslos. Ich lerne zwar ständig dazu und versuche mein bestes zu geben. Trotzdem weiß ich teilweise nicht so recht, was ich eigentlich mache. Trotz allem bin ich noch hier und ich lebe noch! Trotz der Risiken die ich eingehe und eingehen werde.


Vielleicht bin ich noch nicht da, wo ich einmal sein möchte. Aber wenigstens bin ich nicht mehr da, wo ich einmal war!

 

Hier der Link zum Artikel: Die Affen sind die besten Anleger

 

Für mich persönlich habe ich folgende Schlüsse aus diesem Artikel gezogen:

 

  • mehr Risiken eingehen, beziehungsweise Portfolio möglichst breit streuen,
  • möglichst viele Standardwerte ins eigene Depot legen,
  • am besten Unternehmen, die die Grundbedürfnisse des Menschen befriedigen oder gleich einen Index,
  • Krisen als Chancen nutzen,
  • der beste Einstiegspunkt kann nicht vorhergesagt werden.

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