Finanz-Evolution mal persönlich: Wie ich vom Sparbuchsparer zum Investor mutierte. Über die Frage, warum entwickeln sich sehr wenige weibliche Traderinnen?

Als ich neulich meine Unterlagen sortierte und mir mein entwertetes Sparbuch aus dem ganzen Papierkram entgegenflog, überkamen mich Nostalgiegefühle.

 

Trotz der sehnsuchtsvollen Hinwendung zum Vergangenen habe ich die Entscheidung das Sparbuch aufzugeben bis heute nicht bereut.

 

Ganz aus meinen Gedanken habe ich es verbannt. Die kleinste Überlegung für "back to the roots" in den mentalen Mülleimer verworfen.

 

Um mehr Platz zu schaffen.

Für neue Ideen.

Für renditehöhere Gedanken.

 

Von Sparprodukten mit Niedrigzinsen, langen Vertragslaufzeiten, langen Kündigungsfristen, hohen Gebühren und auch Garantiezinsen halte ich seitdem einen rieeeesen-großen Abstand.

 

Mein Verständnis von Geld anlegen hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert.

 

Ein finanzielles Umdenken hat stattgefunden.

Depot Vergleich
Girokonto Vergleich
Tagesgeld Vergleich
Börsenseminar

2009 waren die Kurse am Boden und der Zenit einer globalen Banken- und Finanzkrise, die im Sommer 2007 als US-Immobilienkrise (Subprimekrise) begann, erreicht.

 

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich sehr wenig von der Börse und tat das ganze Theater als eine reine Spekulation ab.

 

Mein Börsenwissen bestand aus: die Kurse fallen und die Kurse steigen.

 

Jeden Tag kann ich das Theater in den führenden Nachrichtensendern beobachten.

 

Ich dachte: Tief kaufen und hoch verkaufen. Das kann doch nicht so schwer sein?

 

Wenn eine Aktie auch noch morgen fällt, steigt sie übermorgen bestimmt wieder.

 

Das sehe ich doch jeden Tag im Fernsehen, vor allem in einer Krisenzeit, wo alles den Bach unterzugehen schien und die Kurse vor Volatilität nur so strotzten.

 

Dementsprechend war auch die Berichterstattung - heute runter, morgen rauf, übermorgen nochmal die Klippe ab.

 

Damals wusste ich noch nicht, wie diese Krise enden wird.

 

Woher denn?

Woher sollte ich denn wissen, dass jede Krise nur von kurzzeitiger Natur ist.

Es schien, als ob die Welt diesmal wirklich untergeht.

 

Damals hörte ich: Die Welt hat wegen der Finanzkrise 164 Millionäre weniger - das Geld ist verbrannt.

Heute höre ich: Die Millionäre auf der Welt sind heute noch reicher, als vor der Finanzkrise. Zumindest die, die damals nicht durchgedreht sind.

 

Heute ist die Finanzkrise Geschichte.

 

Aber eine Weisheit bleibt: Nach der Krise ist vor der Krise!

Ich war der typische Sparbuchsparer

Der typische Sparbuchsparer, der dem ganzen Treiben passiv und sorglos zuschaute.

 

Der typische Sparer ist nicht nur der Sparbuchsparer, sondern auch der typische Bausparer und der typische Versicherungssparer.

 

Der typische Sparer spart sein Geld auf sicheren, dafür zinsarmen Sparprodukten.

Rendite und Anlagehorizonte sind nebensächlich.

Hauptsache das Geld ist sicher angelegt.

 

Dass die ganze Geschichte, wenn, dann höchstens die Inflation ausgleicht und oft ein Nullsummenspiel ist, interessierte mich wenig.

 

Von Investieren hatte ich sehr wenig bis gar keine Ahnung.

Mit der Konzentration auf das Sparen verzichtete ich auf Vermögen.

Ich dachte, die Bank ist mein Freund :-(

Bis eines Tages unerwartet ein besonderer Brief in meinen Briefkasten einflattert. Es ist ein freundliches Schreiben meiner damaligen Hausbank mit der aufrichtigen Bitte um einen Rückruf.

 

Einen Termin sollten wir vereinbaren, weil die Bank attraktive Angebote parat hat, womit mein Geld besser eingesetzt wäre. Besser als auf dem Sparbuch. Telefonisch vereinbaren wir zusammen ein Beratungsgespräch. Schließlich will ich ja mehr aus meinem Geld machen.

 

Am Tag des Beratungsgespräches werde ich von einer netten Bankmitarbeiterin und dem hauseigenen (selbständigen) Finanzberater freundlichst in der Filiale der Bank empfangen.

 

Mir wird ein heißes Getränk angeboten und aufrichtig gedankt, dass ich die Zeit für ein solch wichtiges Gespräch aufbringen konnte.

 

Es herrscht angenehme Stimmung.

Die Raumluft ist angenehm kühl.

Die nette Bankmitarbeiterin und der hauseigene (selbständige) Finanzberater wirken kompetent in ihren gepflegten Nadelstreifenanzügen.

Das Inventar im Büro ist schick und elegant gehalten.

Ich bekomme das Gefühl, dass mein Geld hier wirklich gut aufgehoben zu sein scheint.

 

Sehr freundlich beginnt das Gespräch.

Es erfolgt der Hinweis, dass die Beratung zu meinem persönlichen Schutz und zum Schutze der Bank dokumentiert und protokolliert wird.

 

Damit der Finanzberater ein optimales Paket für mich und meine Bedürfnisse zusammenschnüren kann, beantworte ich Fragen zu meiner persönlichen Lebenslage. Über die Zahlen ist die Bank bereits bestens informiert.

 

Schließlich bin ich seit den Kindertagen ein echter Sparfuchs.

 

Anschließend steht das für mich optimale Paket.

„Sie sind jung!“, meinte der Berater.

Also ein Mix aus bankeigenen aktiv gemanagten Investmentfonds, Anleihen und irgendwelchen Deep-Bonus-Zertifikaten mit irgendwelchen Puffern.

 

Keine Ahnung.

Was weiß ich!

 

Dazu soll ich monatlich eine feste Summe in dieses für meine Bedürfnisse „optimale Paket“ einzahlen.

 

Alles schön und gut.

Die Vorteile scheinen auf der Hand zu liegen.

Und ich bin verwirrt.

 

Dass die angebotenen Produkte kosten, das wird erwähnt. Die ganzen Ausmaße der angeblich wenigen Prozentpunkte sind für mich nicht einschätzbar. Auch die Tatsache, dass jede monatliche Einzahlung in diese Produkte wiederum horrende Kosten verursacht, bleibt unklar.

 

Heute bin ich sicher, die Bank war lediglich an einem großen Stück Kuchen meines Sparguthabens interessiert. Sonst nix! Das Sparguthaben sollte umverteilt werden. Das war das Hauptziel, um anschließend über Provisionen und Gebühren Geld zu verdienen.

 

Ich möchte keinesfalls negative Stimmung gegen Banken, Versicherungen, Vertreter oder Finanzberater verbreiten. Wir alle müssen wirtschaftlich arbeiten. Die Semmeln bezahlen sich nicht von alleine. Doch war es meine seit Jahren geliebte Hausbank, die mir regelrecht in den Rücken gefallen ist.

 

Und ich würde es höchstwahrscheinlich nicht mal merken, wenn ich nicht begonnen hätte, mich wirklich intensiv auf eigene Faust mit Geldanlagen auseinanderzusetzen.

 

Zugeben muss ich, dass ich nicht ganz selbst draufgekommen bin, sondern die Einsicht bestimmten Leuten zu verdanken habe, die ich innerhalb dieser Jahre kennenlernen durfte.

 

Dieses optimale Paket war wirklich sehr exklusiv und wirklich sehr luxuriös.

 

Die Bank ist nicht dein Freund und absolut jedes Beratungsgespräch ist in Wahrheit ein Verkaufsgespräch!

Es musste doch irgendwie möglich sein, mehr aus meinem Geld zu machen

Auf der einen Seite spare ich mich arm.

Den Krieg gegen die Inflation gewinnt das Sparbuch nicht.

 

Auf der anderen Seite mache ich weniger mich, als die Bank mit ihrem "optimalen Paket" reich.

 

Trotzdem dauerte es noch ein Weilchen, bis dieses optimale Paket der Geschichte angehörte.

Nebenher beobachtete ich weiter das Börsengeschehen im Fernsehen.

Irgendwie haben mich Unternehmen und große Marken schon immer interessiert.

 

Mental in meinem Hirn hatte ich sogar Erfolg mit dem Wertpapiere tief kaufen und Wertpapiere hoch verkaufen.

 

Schließlich, nach langem Hin und Her gab ich mir einen Ruck und eröffnete ein "Versuchs-Depot" bei einem Online-Broker. Damals war das noch bei flatex, was nicht bedeuten soll, dass der Broker schlecht ist.

 

Jetzt versuche ich mein Glück und scheffle auf eigene Faust mit Spekulationen die schnellen Millionen.

Ich war der typische Spekulant

Ich überwies einen lächerlichen Betrag auf das Verrechnungskonto. Es waren keine tausend Euro, was wirklich wenig für Spekulationen ist.

 

Ich kaufte kurzfristig irgendwelche Aktien, die teils in den Medien zerrissen wurden, weil ich dachte, sie müssen doch wieder steigen, nachdem sie so tief gefallen sind.

 

Ich dachte und dachte und dachte, bis mich die Realität einholte und ich vor lauter Angst und Verlustaversion alle meine ausgemalten Gedanken über Bord warf.

 

Dividenden waren kein Thema.

Wer braucht die wenigen Prozentpunkte, wenn ich das Geld von heute auf Morgen verdoppeln kann.

Sogar verfünffachen, wenn ich im Sekundentakt auf die Kurse spekuliere.

 

Unterschätzt habe ich die Transaktionskosten.

Die bei jedem Kauf und Verkauf anfallen.

Damit meinen Einsatz mit jeder Transaktion minimieren.

 

Mir war auch nicht klar, dass ich das Spiel gegen die ganz Großen der Finanzbranche spiele.

 

Ich dachte sogar, ich mache das mit einer Strategie.

Ich hatte keine Strategie.

Ich dachte sehr kurzfristig.

Ich zockte, anstatt anzulegen!

Ich war ein Trader

Warum gerade ich dem Trading verfallen bin und warum gerade Männer sich zum Trading verführen lassen, ist einfachste Psychologie.

 

Ich möchte behaupten, es ist die männliche Natur, die bestimmte Bedürfnisse im Mann auslöst.

 

Geld ist für den Mann ein Statussymbol.

Je mehr desto besser.

 

An diese Zielgruppe richtet sich auch die Werbung, die suggeriert: „Tausend Prozent Rendite mit wenigen Klicks.“

 

Welcher Mann möchte nicht reich sein?

Bestenfalls in kürzester Zeit und damit folglich einen „höheren Rang in der Gruppe“ erlangen.

 

Die Werbung suggeriert Protz und Proll.

Der erfolgreiche Trader fährt schnelle Autos.

Verkehrt mit schönen Mädchen.

Lebt in einer großen Villa.

Oder in einem schicken Penthouse Appartement in einer Metropole.

 

Alles super einfach und easy.

Kein Chef.

Ich bin mein eigener Boss!

 

So etwas verkauft sich einfach gut.

Die anvisierte Zielgruppe ist begeistert.

 

Stets auf die gleiche Art und Weise verkaufen sich Trading-Seminare und Trading-Software.

Ganz gleich ob im Internet oder TV.

 

„Schnell reich werden. Von zu Hause aus. Auf dem Sofa sitzen und die Kurse verfolgen. Mit einfachen Trades Geld vermehren.“

 

Beweise, ob das alles wirklich zum gewünschten Erfolg führt, fehlen oft. Die braucht es auch nicht.

 

Allein die Vorstellung von Reichtum und Unabhängigkeit praktisch aus dem Nichts lockt die Zielgruppe magisch an.

 

Zumal Anfänger glauben, dass man nur so Geld am Kapitalmarkt vermehren kann. Und zumal ich ja auch daran glaubte. Falls der Traum vom schnellen Reichtum dann scheitert, wird die Börse folglich als Zockerbube abgestempelt.

Warum verfallen die wenigsten Frauen dem Trading-Mythos?

Weil Frauen gar nicht vermögend werden möchten!

Zumindest ist es nicht ihr primäres Ziel.

 

Sie möchten nicht einfach nur viel Geld haben oder reich sein. Vielmehr möchten sie ein angenehmes Leben führen und sich einiges leisten können.

 

Geld bedeutet für die Frau in erster Linie: Selbstwert, Kraft, Balance, Freude!

Trading ist für sie dementsprechend nicht attraktiv. Sie springen auch nicht auf diese Art von Werbung an.

 

Während der Mann begeistert ist, von dem roten Strich der in die Höhe schießt, hackt die Frau nach.

 

Was hat der untere grüne unbedeutende Strich zu bedeuten?

 

Frauen sind vorsichtiger. Sie haben ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein. Eine persönliche Beziehung ist ihnen oft wichtiger als hoher Profit.

Börsenseminar

Wie erfolgreich ist das Trading wirklich?

Warum solltest Du die Finger vom Trading lassen?

Warum wird Trading stark umworben?

Was sind die Gründe dafür, dass die Börse langfristig steigt und Trading überflüssig macht?

Kann jemand den Markt überhaupt timen?

 

Fragen über Fragen!

 

Das Thema ist so umfangreich, so spannend und so erkenntnisreich zugleich, dass ich dafür ganze 10 Seiten in meinem Geld- und Börsenseminar gewidmet habe.

Das ist doch ein Mittelding, dachte ich

Einen guten Draht für die Börse und das Spekulieren habe ich nicht.

Ich bin nicht mehr und nicht weniger ein Kasinospieler, wie einer in Las Vegas.

Nur habe ich nie Glück.

 

Ich kaufe zu hoch und verkaufe zu niedrig.

Dazu kommen die Gebühren, die alles auffressen.

 

Den Anstoß die Börse aus einem anderen Blickwinkel anzugehen, bekam ich wiederum von einem Bekannten: "Wenn Du denkst die Börse ist ein Kasino, dann ist es ein Kasino für dich. Wenn Du dann mit Aktien wie im Kasino spielst, dann haben sich deine Gedanken und Taten bestätigt. Die Börse jedoch kein Kasino sein muss. Langfristig bietet die Börse eine der besten Investitionsmöglichkeiten mit den höchsten Renditechancen.

 

Als Kasinospieler an der Börse spielst Du das Spiel gegen die „Profis“. Diese „Profis“ werde ich langfristig nicht schlagen können. Am Ende macht den größten Profit erschreckend oft die Bank - wie in Las Vegas eben.

 

Stell dir Folgendes vor: zwei Banken.

 

Ihre Wolkenkratzer stehen in einer deutschen Stadt, die als Einzige eine Skyline besitzt.

Ihre Wolkenkratzer stehen genau Nebeneinander.

In einem Tower sitzt ein Banker.

 

Er überlegt den ganzen Tag, wie er dem anderen Banker im Tower gegenüber mit einem Trade Geld abknöpfen kann.

 

Im Tower gegenüber sitzt ein anderer Banker und macht sich genau dieselben Gedanken. Und das acht bis zwölf Stunden täglich.

 

Sie haben Spezialisten an Bord, die sich täglich mit der Frage beschäftigen, wie sie mit Transaktionen in Milliardenhöhe Gewinne machen können. Dazu benutzen sie Computersysteme, wo alle Informationen der ganzen Welt zusammenlaufen.

 

Meine Frage an dich: Möchtest Du das Verliererspiel spielen?

Mit deinen erarbeiteten Euros gegen diese Spezialisten und Unsummen an Geld antreten?

Traden und spekulieren?

 

Damit enorme Risiken eingehen, wenn es bessere Möglichkeiten für dich gibt, Geld an der Börse zu vermehren?

 

Übrigens: Die Händler an der Börse und bei den Banken traden nicht mit eigenem Geld."

 

So erzählte er mir, dass er regelmäßig Wertpapiere kauft.

Er achtet zwar auf die Kurse, doch spielen sie nicht die Hauptrolle.

 

Dass er alltägliche Produkte kauft, wie zum Beispiel Aktien von dem Unternehmen, von welchem ich gerade den Burger und den Kaffeebecher in meinen Händen halte.

 

„Stelle dir Folgendes vor!“, versuchte er mir klar zu machen.

„Nachdem der Börsianer den ganzen Vormittag mit Trading beschäftigt war, überkommt ihn irgendwann der Hunger und der Durst.

 

Was macht ein Börsianer, wenn er hungrig und durstig ist?

Genau!

 

Er geht in das nächste Restaurant und holt sich was.

Und stell dir vor, sie machen das an fünf Tagen in der Woche.

Über Jahre und Jahrzehnte hinweg!

 

Und jetzt kommst Du ins Spiel.

 

Du als cleverer Privatanleger verkaufst ihnen einfach die Donuts und den Kaffee. Verstehst Du, was ich damit sagen möchte?

 

Damit kannst Du als Privatanleger langfristig das Spiel an der Börse gewinnen.

 

Die Kurse sind wichtig, ja, und doch nebensächlich.

Die langfristige Entwicklung des Unternehmens und deines gesamten Depots ist wichtiger.

 

Bestückt mit Substanzwerten, also Unternehmen, die die Bedürfnisse der Menschen befriedigen, ihre Probleme lösen und damit Geld verdienen und auch in ferner Zukunft höchstwahrscheinlich mit Produkten und Dienstleistungen Geld verdienen werden.“

 

Ich solle die Bücher lesen. Mich mit der Börsenmaterie von Grund auf auseinandersetzen. Wenn ich das tue und mein Geld mit diesem Wissen an der Börse anlege, kann ich langfristig sehr wohlhabend werden.

 

Jedoch nicht von heute auf Morgen.

Investitionen brauchen Zeit.

Die Zeit, der Zins und der Zinseszins wirken auf lange Sicht wahre Finanzwunder.

Ein wenig Glück gehört dann doch dazu, doch dieses Glück ist nicht die Rede wert.

 

Wenn ich schon kein Spekulant bin, dann soll ich denken und handeln wie ein Investor.

Ich bin ein Investor

Der Investor denkt langfristig. Über mehrere Jahre und Jahrzehnte.

 

Die Rendite ergibt sich überwiegend aus grundsoliden Investitionen, die regelmäßig Zinsen, Dividenden, Mieteinnahmen etc. erwirtschaften.

 

Der Investor diversifiziert und streut das Geld über viele verschiedene Investitionen. Damit beschränkt er Verluste.

 

So kann ein Totalausfall einer Anlage von anderen Investitionen aufgefangen werden. Durch den Zinseszins wächst sein Vermögen stetig heran.

Börsenseminar

Wer suchet, der findet

Langsam und sicher bin ich von dem typischen Sparbuchsparer und dem typischen Spekulanten weggedriftet. Nach und nach legte ich grundsolide Wertpapiere in mein Depot. Diesmal mit dem Gedanken diese Wertpapiere eine lange Zeit zu halten.

 

Nicht gleich zu verkaufen, wenn das Depot vor Volatilität nur so strotzt.

 

Immer mehr realisierte ich, dass Wertpapiere zu den langfristigen Geldanlagen zählen und langfristig die höchsten Renditechancen bieten.

 

Plötzlich spielte die Dividende eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Trotz allem zuckten die Finger.

Die Gier trieb.

Die Gewinne reizten.

Das Nichtstun ist wirklich die Königsdisziplin an der Börse.

 

Eine mächtige Herausforderung die Emotionen im Griff zu behalten.

 

Etliche Finanzbücher über Geld und Geldanlage eröffneten mir neue Sichtweisen.

 

Mir gefiel besonders die Idee: Anstatt Schulden, echte Vermögenswerte zu kaufen. Mit diesen Vermögenswerten einen sogenannten Cash-Flow erzeugen. Vermögenswerte, die laufend und regelmäßig einen Rückfluss an Geld generieren.

 

Besonders gefiehl mir die Idee den Lebensunterhalt und das Rentenalter lediglich aus dem Vermögen zu bestreiten. Wenn nicht voll, dann wenigstens teilweise.

 

Geld ist gewonnene Freiheit.

Ich begab mich auf die Suche nach Cash-Flow.

 

Aktien.

Anleihen.

ETFs.

REITs.

Wertpapiere, die auch noch in Jahrzehnten Cash-Flow bringen (sollen).

Früher hatte ich kein Hobby. Heute habe ich eins – das Wertpapiersammeln

7 Regeln für das Wertpapiersammeln

 

 

Regel Nr. 1 - Eigenverantwortung

Entweder steigt der Wert der Aktiensammlung in Zukunft enorm und bringt die "totale Rendite", oder die Sammelleidenschaft floppt.

 

 

Regel Nr. 2 - Langfristigkeit

Ein aufrichtiger Sammler begehrt die eroberten Objekte und veräußert diese unter keinen Umständen.

 

Die Aktie gehört zu den langfristigen Sammelobjekten.

5 Jahre, 10 Jahre. Am besten über 30 Jahre!

 

Aktien kaufen "auf ewig" mit der Einplanung eines Wert- oder Totalverlustes einiger Wertpapiere.

 

 

Regel Nr. 3 - Substanz

Begehrte Sammlerobjekte sind solche, die seit Jahrzehnten am Markt etabliert sind.

Doch auch Exoten dürfen nicht fehlen.

 

Durchaus kann es sein, dass diese Exoten in Zukunft durch die Decke gehen.

 

 

Regel Nr. 4 - Kosten sind wahre Renditekiller

Dazu sage ich nur eins: Kosten drücken, drücken, und nochmal drücken.

 

 

Regel Nr. 5 - Streuung (Diversifikation)

Frühstücksflocken, Hotels, Kasinos, Öl, Zahnpasta, Autos, Duschgel, Smartphones, Computer, Flugzeuge, Fernseher, Schokolade, Sekt, Vodka, Kleidung etc.

 

Die Jagt über die ganze Vielfalt der Konsumentenwelt ist eröffnet.

 

 

Regel Nr. 6 - Tägliches Börsengeschehen dient eher dem Zeitvertreib

Was zählt, ist lediglich der endgültige Wert der Aktiensammlung.

 

 

Regel Nr. 7 - Rezessionen, Krisen, Kriege und Katastrophen sind wahre Schlussverkäufe für Aktienjäger und -sammler

Diese Aussage ist sehr unsensibel und doch Realität.

 

 

 

Mein Hobby bitte ich mit Sorgfalt, gesundem Misstrauen und gesundem Menschenverstand zu betrachten.

 

Nicht jedem ist mein Hobby geheuer.

Wir sind verschieden!

 

Es kann es sein, dass Du Aktien riskant findest, während mich ihre Kursschwankungen kalt lassen.

 

Mit einem Patentrezept kann ich also nicht dienen …

 

Doch ich wäre ein jämmerlicher Wertpapiersammler, wenn ich nicht ein paar Grundzutaten für die gescheite Geldanlage an der Börse hätte, die Du hier im Archiv findest.

Und was lernen wir daraus?

Der letzte macht das Licht aus!

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