Leserfrage: Ist es gut mit Geld zu spekulieren oder soll das Geld doch lieber auf dem sicheren Sparbuch liegen bleiben?

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Letzte Woche erreichte uns eine E-Mail von Blogleserin Brigitte.

 

Ihre E-Mail war sehr umfangreich. Deswegen machten wir ihr den Vorschlag, ob wir ihr Anliegen nicht mit einem Blogartikel beantworten könnten.

 

So können wir detailliert auf ihren Text eingehen. Mitleserinnen und Mitleser könnten durch den Artikel etwas für sich mitnehmen.

 

Wir glauben nämlich, dass es viele Leute da draußen gibt, die vor einer ähnlichen Situation stehen.

 

Hier die E-Mailkommunikation mit anschließenden Anmerkungen und Hinweisen von uns.

Börsenseminar
Depot Vergleich

E-Mail von Brigitte

Hallo, ich gehöre durch einen glücklichen Umstand seit ein paar Jahren, zu „den“ Frauen, die vermögend sind.

 

Ja, auch ich bin sehr sicherheitsbewusst, was mir meinen Einstieg in diese Art „Geldvermehrung“ nicht gerade leichtmacht.

 

Den Artikel „Wie ich vom Sparbuchsparer zum Investor mutierte“ finde ich sehr interessant. Aber ich habe die Quintessenz nicht ganz verstanden.

 

Frauenverstand halt ;-) daher meine kurze Rückfrage: Ist es nun gut mit Geld zu spekulieren oder soll das Geld doch lieber „sicher“ auf dem Null-Prozent-Sparbüchlein liegen bleiben?!?

 

Für eine frauenfreundliche Erklärung bedanke ich mich.

 

Viele Grüße

Brigitte

Unsere rasche Antwort auf die E-Mail von Brigitte

Hallo Brigitte, zuerst mussten wir ein wenig schmunzeln.

 

Wie schaut denn eine frauenfreundliche Erklärung aus? :D

 

Zu deiner Frage: Ist es nun gut mit Geld zu spekulieren oder soll das Geld doch lieber "sicher" auf dem Null-Prozent-Sparbüchlein liegen bleiben?!?

 

Zuerst: Mit Geld zu spekulieren ist nie besonders empfehlenswert. Davon raten wir stets ab.

 

Was wir machen ist nicht spekulieren, sondern langfristig Geld am Kapitalmarkt investieren (anlegen).

 

Zwischen „Spekulieren“ und „Investieren“ liegen Welten dazwischen.

 

Deine Frage ist sehr pauschal, sodass wir sie nicht einfach beantworten können.

Auch können wir keine konkreten Empfehlungen, sondern lediglich Tipps und Hilfestellung geben.

 

Es zum Beispiel gut, dass Du sicherheitsbewusst bist und dich nicht sofort ins kalte Wasser stürzt. Ohne Überlegung ins kalte Wasser zu springen ist so eine typische Männerdomäne. Dafür öfter mit verheerenden Konsequenzen.

 

Diese Fragen solltest Du dir stellen, bevor Du dein Geld am Kapitalmarkt anlegst (oder auch nicht):

  • Wie lange ist mein Anlagehorizont?
  • Wie ist mein persönliches Risikoprofil?
  • Welchen Zweck hat die Anlage (Rente, Zusatzeinkommen etc.)?
  • Gibt es weitere Vermögenswerte oder Schulden (Das wirkt sich auf das persönliche Risikoprofil aus)?

Wenn Du nicht spekulieren, sondern wirklich investieren möchtest, solltest Du in das Thema "Langfristige Geldanlage am Kapitalmarkt" schon ein wenig intensiver einsteigen.

 

Es sagt dazu niemand, dass Du das ganze Sparbuch sofort plündern und an die Börse schmeißen sollst.

 

Wir wissen, dass das die Banken gerne so möchten – am besten sofort das ganze Sparguthaben.

 

Dein Vorteil ist, wenn Du es selber machst: Du kannst in kleinen Schritten anfangen.

Es selbst nach deinem Willen steuern.

Meistens macht es eh mehr Sinn einen Teil des Kapitals sicher auf einem Sparkonto zu verwahren und den Rest (mehr oder weniger nach dem persönlichen Risikoprofil) eher „risikoreicher“ anzulegen.

 

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Rückantwort von Brigitte

Hallo, vielen Dank für eure schnelle Rückantwort. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet ;-)

Danke für den Hinweis auf den Newsletter – ich habe mich gleich angemeldet.

 

Wie eine „frauenfreundliche“ Erklärung aussieht? Naja, eben etwas deutlicher und vor allem weniger rational, sondern eher emotional ;-) Nein, nun mal im Ernst. Ich habe ein großes Vermögen geerbt und bin dadurch von heute auf Morgen unerwartet reich geworden. Da ich mein Leben lang für jeden Cent hart arbeiten musste und gelernt habe sparsam zu leben (ohne Schulden) kann ich aus meiner Haut nicht raus und ich gehe mit meinem „geschenkten“ Vermögen um, als ob ich es selbst schwer erarbeitet hätte.

 

Meine Berufstätigkeit habe ich aufgegeben und lebe seit einigen Jahren ein Leben als Privatier. Ob mein Vermögen bis zum „letzten“ Tag reicht weiß ich ehrlich gesagt nicht – schon mal aus dem Grund, weil ich gar nicht weiß wie alt ich werde! Folglich mache ich mir natürlich Gedanken darüber wie ich am besten ein zusätzliches Einkommen beziehungsweise später einmal einen Zuschuss zu meiner miesen Rente mit meinem Vermögen erwirtschaften kann.

 

Die für mich wichtigste Zukunftsinvestition wäre der Kauf einer Eigentumswohnung – was jedoch, gerade hier in Hamburg, wo ich wohne und aufgewachsen bin – zusehends schwieriger wird (hohe Preissteigerung, keine passenden Objekte am Markt). Seit einigen Jahren habe ich mein gesamtes Vermögen zu einem lächerlich niedrigen Zins auf diversen Sparbüchern verteilt was mir zwar steuerlich und beim Krankenkassenbeitrag entgegenkommt (wenn man keine Einnahmen hat, muss man auch fast keine Steuern zahlen) aber auf Dauer ist diese Art „Geldvernichtung“ wohl die schlechteste Lösung.

 

Für mich ist alles was mit Aktien oder ähnlichen Geldgeschäften zu tun hat eine „Spekulation“.

 

Ich habe vor vier Wochen einen „kleineren“ 5-stelligen Betrag in Aktienfonds angelegt – ich habe das Ganze von einer Bank abwickeln lassen was mich natürlich erst einmal einen ziemlich hohen Betrag an Gebühren, Depotgebühren usw. gekostet hat. Ich habe bewusst keine Online-Bank oder einen Discountbroker gewählt, da ich Geldgeschäfte gerne persönlich erledige und nicht unpersönlich via Online-Bankgeschäft abwickele. Einer der Aktienfonds wirft seit Jahren ca. 11 Prozent Rendite ab (hohe Dividendenzahlung) und ich hoffe, dass sich dadurch mein Anfangsverlust innerhalb des ersten Jahres ausgleicht. Ohne die Beratung des Bankberaters hätte ich mich im Jungel der vielen Aktien, Fonds usw. bestimmt niemals entscheiden können und vor allem hätte ich keine blasse Ahnung davon gehabt, wie man (einigermaßen sichere und seriöse) Aktienfonds mit hoher Rendite findet.

 

Natürlich gibt es tausende Websites im Internet, die Informationen über das Wie und Wo des Aktienhandels (Ankauf, Verkauf) geben. Und trotzdem habe ich das Prinzip des Aktienhandels noch nicht richtig verstanden beziehungsweise ich störe mich daran, dass man eigentlich nur wenig Einfluss/Einblick als Aktionär auf/in die Firmenpolitik (Finanzpolitik der Firma) hat (abgesehen von Aktionärsversammlungen, die manche Gesellschaften durchführen).

 

Bis jetzt bin ich von eurer Website beeindruckt – das muss ich auch mal erwähnen. ;-) Aber ich habe längst noch nicht alle Informationen und Blogs gelesen, was ich in den nächsten Tagen aber sicher tun werde. Danach bin ich sicher etwas schlauer ;-)

 

Dennoch bleibt bei mir eine tiefe Angst davor, einen höheren Betrag in Aktien anzulegen – ich habe immer das Gefühl, dass ich nach dem Kauf von Aktien mein Geld nie wiedersehe. Das ist sicher eine psychologische Sache und wahrscheinlich auch eher eine weibliche „Denkweise“ – möglicherweise aber auch sehr deutsch?

 

Vor kurzem habe ich das Buch „Reichtum ist Frauensache - werde eine Finanz-Diva“ gelesen – geschrieben von Katja Eckardt. Dieses Buch ist hervorragend und endlich mal ein echtes Sachbuch für Frauen. Die junge Autorin wird nicht müde uns Frauen Mut zu machen endlich auch, wie die meisten Männer, mit mehr Selbstvertrauen und Mut zum Risiko an der Börse „mitzumischen“.

 

Sie erklärt den Mangel an weiblichen Aktionären übrigens so: „Wir leben in einer Männerwelt. Das trifft auch auf die Finanzwelt zu. Das Resultat ist, dass viele Frauen eine Scheu vor dem Thema Kapitalanlage haben. Zudem haben sie weniger Einkommen und dadurch weniger Geld zum Investieren zur Verfügung. Bei der Kapitalanlage haben sie oftmals wenig Selbstvertrauen und überlassen lieber anderen die Entscheidung, sei es ihrem Mann oder einem Bankberater. Wenn sie aber selbst investieren, versuchen sie, sich zuerst Wissen anzueignen. Sie sind in der Regel geduldiger und vorsichtiger und bevorzugen konservative, langfristige Investments wie Fonds oder Aktien. Seltener als Männer stecken sie ihr Geld in kurzfristige, spekulative Investments wie Optionsscheine, CFD (Contract for Difference), Futures und andere Derivate. Männer sind impulsiver und denken weniger darüber nach, welches Ziel sie beim Investieren verfolgen. Ich kenne einige Männer, die so viele Derivate handeln, dass sie gar keinen Überblick mehr haben. Das passiert Frauen selten.“

 

So, nun habe ich viel zu viel geschrieben aber manche Dinge brauchen ein klein bisschen mehr Erklärung.

 

Ein schönes Wochenende und viele Grüße

Brigitte

Dann fangen wir doch einfach an ...

Wir sind uns dessen bewusst, dass unsere Texte stellenweise etwas harsch und schroff daherkommen. Wir sind eher analytisch als kommunikativ veranlagt. Wo faktisch ein Komma reingehört, hauen wir einen Punkt rein. Dazu sind unsere Sätze vielerlei grammatikalisch unvollständig - vor allem kurz sind sie. Der Hintergrund ist ein ganz einfacher: Einen Literaturpreis möchten wir nicht gewinnen, dafür die Lesbarkeit auf dem Bildschirm erhöhen.

 

Daher werden wir in diesem Artikel versuchen ausführlicher und emotionaler zu schreiben, was dann hoffentlich einer "frauenfreundlichen" Erklärung nahekommt :D

Ich bin von heute auf Morgen unerwartet reich geworden

Erstmal möchten wir dich zu deinem großen Erbe beglückwünschen, was das große Glück in der Sache des Handlings nicht einfacher macht.

 

Jetzt steht die große Frage im Raum: "Was mache ich mit dem Geld?"

Möglicherweise fühlst Du dich sogar ein klein wenig ohnmächtig und überfordert.

 

Deswegen finden wir es nicht schlecht, dass Du mit dem "geschenkten" Vermögen genauso umgehst, wie Du es gelernt hast. Nämlich so, als ob Du es selbst schwer erarbeitet hast und dafür sparsam leben musstest.

 

Beim schnellen Reichtum ist oft der Fall, dass das große Geldglück nicht von Dauer ist. Leute, die von heute auf Morgen reich geworden sind, überlegen nicht lange und kaufen dann einfach, was das Zeug hält. So gelesen und gehört von den glücklichen Lotto-Millionären, die von heute auf Morgen unerwartet reich geworden sind.

 

So kauft man sich schnell ein Haus. Ein tolles Auto. Macht eine Weltreise und investiert den Rest in einen Startup (kürzlich gegründete Firma, die sich in der ersten Phase des Lebenszyklus eines Unternehmens befindet), von welchem man noch nie etwas gehört hat. Die Zukunftsaussichten der neugegründeten Firma dafür fantastisch sind, so zumindest die Annahme. Leider geht die Rechnung irgendwann nicht auf und man hat mehr Minus auf dem Konto als noch vor dem Lotto-Gewinn. So schnell es kommt, so schnell ist es auch wieder weg. Es ist verpufft. Das klingt jetzt alles nach einem Klischee, jedoch versteckt sich hinter jedem Klischee doch irgendwie ein Körnchen Wahrheit.

 

Deswegen würden wir, genauso wie Du es machst, Zeit lassen. Das Geld vorerst dort belassen, wo es derzeit am sichersten aufbewahrt ist, nämlich auf einem simplen Sparkonto. Wir würden in Ruhe die weiteren Schritte überlegen, wie es auch die Autorin des von dir gelesenen Buches schreibt.

 

Zeitdruck oder eine voreilige Reaktion gibt es hier tatsächlich nicht.

Seit einigen Jahren lebe ich als Privatier

Naturgesetzlich kann niemand vorhersagen, wie alt jeder Einzelne von uns wird. Es kann morgen durch einen unglücklichen Zufall bereits vorbei sein. Aber auch ohne unglückliche Zufälle ist es nicht einfach herauszufinden, ob dein Vermögen bis zum letzten Tage auf dieser Erde reicht.

 

Du hast dich bereits in unserem kostenlosen Newsletter angemeldet, so hast Du einen Link von uns erhalten, welcher zur Finanzbedarf-Tabelle führt. Mit dieser Finanzbedarf-Tabelle kannst Du herausfinden, wie viel Geld Du brauchst, um deine Lebensqualität im Rentenalter nicht zu opfern. Du kannst dazu herausfinden, ob dir dein Vermögen bis zum bestimmten Alter reicht. Du kannst mit dieser Tabelle also wunderbar alle möglichen Szenarien durchspielen.

 

Du hast geschrieben, dass Du deine Berufstätigkeit aufgegeben hast und seit einigen Jahren als Privatier lebst. Gerne empfehlen wir dir den Blog Der-Privatier.com von Peter Ranning.

 

Peter Ranning hat die finanzielle Freiheit bereits erreicht! Er ist Privatier und finanziell so gut gestellt, dass er nicht darauf angewiesen ist, zur Deckung seiner materiellen Bedürfnisse einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Mit 56 Jahren - etwas mehr als 10 Jahre vor dem offiziellen Rentenbeginn – ist er in den freiwilligen Ruhestand gegangen. Wie er das ohne große Reichtümer als Angestellter und nach Tarif bezahlt erreicht hat, darüber berichtet er regelmäßig in seinem Blog Der-Privatier.com. Sein ganzes Wissen und seine Erfahrungen teilt er dazu mit seinem Buch „Gedanken eines Privatiers“.

 

Ein Interview mit Peter findest Du hier: Mit 56 Jahren in den freiwilligen Ruhestand: Interview mit Peter Ranning von Der-Privatier.com.

 

Es sind interessante Gedanken dabei, wie man sein Vermögen so anlegen kann, um folglich nur von der Rendite (Zins und Dividende) zu leben. In deinem Fall zusätzliches Einkommen beziehungsweise später einmal einen Zuschuss zu einer miesen Rente erwirtschaften zu können.

 

Weil, so wie wir verstanden haben, lebst Du von deinem Vermögen und nicht von der Rendite deines Vermögens. Du führst jeden Monat eine Entsparung durch, was nicht schlecht sein muss, wenn das Geld tatsächlich bis zum letzten Tage auf dieser Erde reicht. Weil Du das jedoch selbst als "auf die Dauer ist diese Art der Geldvernichtung wohl die schlechteste Lösung" bezeichnest, möchten wir dir weiter in diesem Artikel ein paar Tipps geben.

Ich überlege, eine Eigentumswohnung zu kaufen

Wir persönlich sind keine Freunde von Eigentum zur Selbstnutzung. Wir wohnen zur Miete. Und weil wir zur Miete wohnen, können wir keine Ratschläge zum Eigentum geben. Uns fehlt die Erfahrung.

 

Nur so viel:

Eigentumswohnung ohne Schulden = gut.

Eigentumswohnung mit 30 Jahre Kredit = schlecht.

 

Dann vielleicht noch: Location, Location, Location.

 

Bedeutet:

Hamburg-Winterhude = boah geil!

Hamburg-Eimsbüttel = boah voll geil!

Für mich ist alles was mit Aktien oder ähnlichen Geldgeschäften zu tun hat eine Spekulation

Die Gewinnwahrscheinlichkeit an der Börse nimmt mit der Länge des Anlagehorizontes zu. Das Verlustrisiko nimmt dagegen rapide ab. Nassim Nicholas Taleb hat in seinem Buch „Narren des Zufalls“ die Gewinnwahrscheinlichkeit an der Börse bis zu einem Anlagezeitraum von einem Jahr folgend errechnet:

 

Zeithorizont = 1 Jahr – Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes 93 Prozent

Zeithorizont = 1 Quartal – Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes 77 Prozent

Zeithorizont = 1 Monat – Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes 67 Prozent

Zeithorizont = 1 Tag – Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes 54 Prozent

 

Die Experten aus „Das Börsenbuch“ von Thomas Müller haben errechnet, dass die Gewinnwahrscheinlichkeit an der Börse über die Jahre und Jahrzehnte weiter zunimmt:

 

Anlagezeitraum = 3 Jahre – Gewinnwahrscheinlichkeit 71 Prozent

Anlagezeitraum = 4 Jahre – Gewinnwahrscheinlichkeit 73 Prozent

Anlagezeitraum = 5 Jahre – Gewinnwahrscheinlichkeit 73 Prozent

Anlagezeitraum = 10 Jahre – Gewinnwahrscheinlichkeit 85 Prozent

Anlagezeitraum = 15 Jahre – Gewinnwahrscheinlichkeit 89 Prozent

Anlagezeitraum = 20 Jahre – Gewinnwahrscheinlichkeit 96 Prozent

Anlagezeitraum = 25 Jahre – Gewinnwahrscheinlichkeit 99 Prozent

Anlagezeitraum = 30 Jahre – Gewinnwahrscheinlichkeit 100 Prozent

 

Zugrunde gelegt wurden hier die jeweiligen Anlagezeiträume des Dow-Jones-Index. Der Faktor Zeit spielt eine wesentliche Rolle bei der Geldanlage an der Börse. Der Zeitfaktor ist nicht der einzige Aspekt, der die Gewinnwahrscheinlichkeit an der Börse begünstigen kann.

 

Neben dem Zeitfaktor beeinflusst die Risikostreuung die Gewinnwahrscheinlichkeit an der Börse. Das Verlustrisiko lässt sich mit einer cleveren Risikostreuung komplett wegzaubern, wie es Andreas Hackethal in diesem Video eindrucksvoll beweist.

Fragen: Wie soll das Portfolio ausgerichtet sein? Konservativ/defensiv (geringe Kursschwankung/Volatilität) oder eher dynamisch/riskant (erhebliche Kursschwankung/Volatilität möglich). Empfohlen wird bei einem Anlagezeitraum von 10 Jahren das Portfolio mit 80 Prozent Aktien und 20 Prozent Anleihen auszustatten.

 

Jetzt könntest Du noch herausfinden, wie hoch dein maximal tolerierbarer Verlust sein darf, was die Aktienquote weiter minimieren kann. Ein tolerierbarer Verlust ist kein Verlust im eigentlichen Sinne. Es ist die Kursschwankung, die Du bereit bist über den Anlagezeitraum zu ertragen.

 

Ein tolerierbarer Verlust von 50 Prozent ist nichts für schwache Nerven. Hier ist die Selbsteinschätzung - das ehrlich zu sich selbst sein - das Allerwichtigste.

 

Und Du siehst, dass Aktien oder ähnliche Geldgeschäfte an der Börse keine Spekulation sein müssen.

Ich habe vor vier Wochen einen Aktienfonds bei meiner Bank gekauft, was mich natürlich erst einmal einen ziemlich hohen Betrag an Gebühren, Depotgebühren usw. gekostet hat

Du schreibst, dass Du bewusst keinen Direktbroker (Online-Bank) gewählt hast, weil Du Geldgeschäfte gerne persönlich erledigst und nicht unpersönlich via Online-Bankgeschäft abwickelst.

 

Das ist auch voll OK.

Wir sind verschieden und haben unterschiedliche Bedürfnisse.

Nur solltest Du wissen, dass der persönliche Service dementsprechend kostet und dir in Rechnung gestellt wird.

 

Die Depotgebühr bei einer Filialbank beträgt im Schnitt 20 Euro - 50 Euro pro Quartal. Das sind keine repräsentativen Zahlen, sondern lediglich meine Einschätzung aus den unzähligen Preis-/Leistungsverzeichnissen einiger Banken, die ich so durchforstet habe.

 

Die Depotgebühr hängt auch stark davon ab:

  • Wie viel Geld im Depot gerade schlummert?
  • Wie oft findet ein Kauf statt?
  • Welche Wertpapiere werden geordert?

 

Dazu: Weil wir stark vermuten, dass Du einen hauseigenen aktiv gemanagten Investmentfonds gekauft hast, hast Du 2,00 Prozent - 5,00 Prozent Ausgabeaufschlag bezahlt. Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, die bei dem Erwerb von Fondsanteilen anfällt.

 

Dann noch: Weil wir stark vermuten, dass Du einen hauseigenen aktiv gemanagten Investmentfonds gekauft hast, ist die Gesamtkostenquote (TER) nicht gerade günstig. Die Gesamtkostenquote (TER) sind die laufenden Kosten eines Fonds. Im Schnitt sind das weitere 1,5 Prozent - 2,0 Prozent jährlich, die dem Fondsvermögen entzogen werden.

 

Dazu können beim Kauf sogenannte Spesen oder Fremdgebühren anfallen, die nicht von den Banken oder Brokern erhoben werden.

 

Wir empfehlen dir diese drei Artikel zum Thema:

Unser Credo ist:

  • Geldanlage muss so billig wie möglich sein.
  • Geldanlage soll am besten null Komma nix kosten.
  • Am liebsten würde ich keinen einzigen Cent für irgendetwas zahlen.

Bedeutet:

  • Keine Depotgebühr.
  • Kein Ausgabeaufschlag.
  • Keine Provision etc.
  • Laufende Kosten so günstig wie möglich.
  • Am liebsten auch keine Steuern!!!

 

Ein persönlicher Ansprechpartner bei der Bank ist per se nicht schlecht. Falls Du auf diesen Service nicht verzichten möchtest, kannst Du deinen Berater explizit im Beratungsgespräch fragen, ob die Bank ETFs im Angebot hat. Unter den tausenden von Wertpapieren sind bestimmt ein paar glückliche Hühner dabei. Du kannst mit ETFs den Ausgabeaufschlag sparen. Die Gesamtkostenquote (TER) ist viel niedriger als bei aktiv gemanagten Investmentfonds.

 

Hier noch der Artikel: Warum Du bei deiner Geldanlage ETFs berücksichtigen solltest

Natürlich gibt es tausende Websites im Internet, die Informationen über das Wie und das Wo des Aktienhandels geben

Es gibt eine tolle Seite im Internet, die alle neuen Artikel der deutschen Finanzblogosphäre auflistet. Bei Finanzblogroll.de findest Du täglich die neuesten Artikel aus den besten deutschsprachigen Finanzblogs. Das erspart dir die Suche nach neuen Artikeln in deinen Lieblingsblogs.

Fazit

Grundsätzlich gibt es kein Richtig oder kein Falsch.

Wir sind verschieden.

Wir haben unterschiedliche Bedürfnisse.

 

Lass dir bei deinen Entscheidungen so viel Zeit und Freiraum wie Du brauchst.

Möglicherweise entscheidest Du dich am Ende sogar gegen den Kapitalmarkt (Aktienmarkt).

 

Wir sind nun mal verschieden und viele Wege führen nach Rom!

 

Der Weg nach Rom über den Kapitalmarkt muss jedoch eins sein, damit dem Zugpferd auf dem langen Weg nicht die Hufen abfaulen: Geldanlage am Kapitalmarkt muss langfristig wirtschaftlich sein!

 

Wirtschaftlichkeit vor Rendite, weil Du die Rendite nicht steuern kannst. Die Kosten schon!

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